Unsere Schule ist Mitglied im bundesweiten Netzwerk "Ideen für mehr! Ganztägig lernen - 2015"

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Kurz vor Ostern 2015 wurde unserer Schule ein ganz besondere Ehre zuteil. Wir wurden von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung ausgewählt, als eine von 32 Schulen bundesweit das Saarland im aktuellen Netzwerk „Ideen für mehr! Ganztägig lernen.“ zu vertreten. Die Projektidee, an der wir gemeinsam mit 9 anderen Schulen bis Dezember arbeiten wollen, war schnell gefunden: So zeichnet sich unsere Schule als gebundene Ganztagsschule schon einige Jahre dadurch aus, dass Schüler keine klassischen schriftlichen Hausaufgaben mehr machen müssen. Vielmehr werden die Übungsaufgaben in der täglichen Lernzeit unter Anleitung eines Lehrers angefertigt, der in der Regel auch als Fachlehrer in dieser Klasse unterrichtet.

Um die tägliche Lernzeit noch weiter zu optimieren und die Schüler zu noch mehr eigenständigem Lernen zu führen, arbeiten wir in den kommenden Wochen und Monaten an einem Konzept für individuelle Lernpläne, mit welchen die Schüler in ihren Übungsphasen arbeiten sollen. Mit berücksichtigt werden soll dabei auch der individuelle Leistungsstand eines jeden Schülers. Die Aufgaben werden also auf mehreren Leistungsniveaus gestellt, um sowohl stärkeren, als auch schwächeren Schülern gerecht zu werden. „Wenn die Lernpläne erst einmal in allen Klassen der Gemeinschaftsschule eingeführt und etabliert sind, wird das positiv auf das gesamte Lernverhalten auswirken“, ist sich Schulleiterin Ursula Seelmann sicher. Schon jetzt arbeiten einige Kollegen mit Wochen- oder längerfristigen Themenplänen und können die positiven Erfahrungen mit in das neue Projekt einfließen lassen. Im bundesweiten Netzwerk treffen sich die beteiligten Schulen mehrmals zum kollegialen Austausch und um sich gegenseitig Feedback zu geben. So fand jetzt das Auftakttreffen in der Berlin statt. Ursula Seelmann, Didaktikleiter Marc André Müller und Ganztagskoordinatorin Marina Jakob flogen für zwei Tage in die Bundeshauptstadt und lernten dort die übrigen Netzwerkteilnehmer kennen. Mit dabei: Die Gemeinschaftsschule Merchweiler als zweite saarländische Schule. In arbeitsintensiven Workshops wurde mithilfe moderner Projektmanagementmethoden von jeder Schule ein detaillierter Meilensteinplan ausgearbeitet, der in den kommenden Monaten Schritt für Schritt umgesetzt werden soll. Aber auch über die eigentliche Projektidee hinaus nahm die St. Wendeler Delegation viele Ideen und Anregungen für die konzeptionelle Weiterentwicklung der Ganztagsschule mit nachhause.

Die nächsten Treffen des Netzwerks finden Anfang Juli an der Ernst-Reuter-Schule in Karlsruhe und im September an der Heinrich-Heine-Grundschule in Jena statt. Während Karlsruhe ein bereits weitentwickeltes Konzept für den Einsatz von interaktiven Whiteboards im Unterricht hat, ist man in Jena bereits sehr weit in Sachen Inklusion. Da es sich dabei um zwei Themen handelt, die auch für unsere Schule große Bedeutung haben, fiebert man den nächsten Treffen bereits entgegen: „In allen Klassen unserer Gemeinschaftsschule sind die Klassensäle mit interaktiven Whiteboards und Visualizern ausgestattet. Hinzu kommt je eine mobile Laptop- und Tabletklasse. Diese wollen wir zukünftig noch besser in den Unterricht integrieren“, erklärt Didaktikleiter Marc André Müller. Ab dem Schuljahr 2016/2017 wird unsere Schule wie alle anderen weiterführenden Schulen im Saarland auch zu einer inklusiven Schule umgewandelt. Dann möchten wir bestmöglich gerüstet sein und nicht bei Null anfangen müssen. Es gibt also viel zu tun in den kommenden Monaten. Im Dezember werden die Ergebnisse des Netzwerkes ebenfalls in Berlin präsentiert.

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