Gemeinschaftsschule St. Wendel betritt Neuland

Viele Neuerungen am pädagogischen Konzept und am Schulgebäude

52 neue Schülerinnen und Schüler und deren Eltern blickten Schulleiterin Ursula Seelmann erwartungsfroh an, als diese sie im Rahmen der diesjährigen Einschulungsfeier im Ganztagsbereich der Gemeinschaftsschule St. Wendel willkommen hieß. „Ihr kommt gerade zur richtigen Zeit an unsere Schule, denn es hat sich viel verändert und es gibt viel Neues zu entdecken!“ So betreten nicht nur die neuen Fünftklässler in diesem Schuljahr Neuland. Für alle Klassen im Ganztagsbereich gelten ab sofort neue Stundenpläne mit einem geänderten Zeitraster, das exakt an den menschlichen Biorhythmus angepasst ist. „Es ist nachgewiesen, dass die Leistungsfähigkeit des Menschen sich im Laufe des Tages verändert. Dem wollten wir durch die Anpassung Rechnung tragen“, erklärt Marc André Müller, der als stellvertretender Schulleiter mit dem Schwerpunkt Didaktik und Unterrichtsentwicklung ebenfalls neu an der GemS St. Wendel ist. So beginnt jeder Schultag nun für die Schüler um 7:45 Uhr mit einem so genannten „beruhigten Unterrichtsbeginn“. Hier haben die Schüler Zeit, in der Schule anzukommen, ihre Arbeitsmaterialien zu richten, zu lernen, sich mit den Mitschülern zu unterhalten oder etwas zu spielen. Im Anschluss folgt Fachunterricht, der in der Regel in Doppelstunden gehalten wird. In einer 30minütigen „Bewegten Pause“, die sich an den ersten Unterrichtsblock anschließt, können sich die Schüler auf dem Schulhof austoben und freiwillig an pädagogisch betreuten Bewegungsangeboten teilnehmen. Nach einem weiteren Unterrichtsblock haben die Schüler in der täglichen Lernzeit die Möglichkeit, selbständig ihre Übungsaufgaben zu erledigen oder für die nächste Klassenarbeit zu lernen. Dabei steht immer auch ein Lehrer beratend zur Seite, der die Klasse in der Regel aus dem Fachunterricht kennt. In der folgenden Mittagspause können die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit den Lehrern zum Mittagessen gehen und sich in der „ungebundenen Freizeit“ in der Schülerbücherei, im Spielezimmer oder bei verschiedenen Bewegungsangeboten auf dem Schulhof und in der Turnhalle die Zeit vertreiben. Am Nachmittag stehen wieder drei Stunden Unterricht auf dem Plan, wobei der Unterricht an ein bis zwei Nachmittagen pro Klassenstufe auch in Form von vielfältigen Arbeitsgemeinschaften angeboten wird. Die bunte Angebotspalette reicht dabei von „Ringen und Raufen“ über „Natur und Abenteuerspiele“, „Kreatives Arbeiten“, „Roberta“ (Bau von programmierbaren Lego-Fahrzeugen), „Handball“, „Chor“, „Fußball“, „Musical“, „Kochen“, „Naturwissenschaft“, „Skulpturen“, „Holz“, „Grenzenlos – Eine Welt für alle“, „Sportvielfalt“, „Malerei“ bis hin zur „Schülerzeitung“, sodass für jeden Geschmack eine ansprechende AG dabei ist. Um 16 Uhr endet schließlich der abwechslungsreiche Schultag. Der Vorteil: Wenn die Schüler nachhause kommen, haben sie in der Regel keine schriftlichen Aufgaben mehr auf und müssen sich höchstens auf anstehende Überprüfungen vorbereiten. Freitags dürfen die Schüler bereits um 13:05 ins Wochenende, während die Lehrer den Nachmittag für Absprachen, Vorbereitungen und Konferenzen nutzen.

Neben den Neuerungen am pädagogischen Konzept der Schule wird sich aber auch im Schulhaus noch viel verändern. Dieses wird derzeit nämlich renoviert und unter anderem mit einer neuen topmodernen Mensa ausgestattet. Logisch, dass sich die Schulneulinge nach Frau Seelmanns Begrüßungsrede, einer Begrüßungsgeschichte und einem gemeinsamen Lied mit ihren Klassenlehrern Marika Alka und Heinz Wilhelm (Klasse 5a) sowie Sylvia Dörr und Verena Schu (Klasse 5b) direkt auf Entdeckungsreise machten, um ihr neues Schulhaus zu erkunden. (mam)

 Einschulung2014