Abschlussveranstaltung „Ringen und Raufen“ an Gemeinschaftsschule St. Wendel begeistert Publikum

Am Dienstag, dem 22.7.2014, fand in der Sporthalle der gebunden Ganztagsschule St. Wendel die Abschlussveranstaltung der Arbeitsgemeinschaft „Ringen und Raufen“ statt. Dem Inhalt der AG liegt ein Lernprogramm zugrunde, das speziell für weiterführende Schulen entwickelt wurde. Das Thema „Kämpfen im Sportunterricht“ löst häufig vor allem bei Eltern zwiespältige Gefühle aus. So stehen Kampfsportarten meist im Verdacht, Gewaltbereitschaft zu steigern oder Aggressionen zu fördern. Tatsächlich lassen sich diese Vorurteile aber durch Studien widerlegen und stattdessen fanden Wissenschaftler heraus, dass gerade Kampfspiele wie keine andere Spielart dem Aggressionsabbau und der Selbstdisziplin dienen. In der AG „Ringen und Raufen“ stehen der gegenseitige Respekt, der Austausch miteinander und die Disziplin im Vordergrund. So erleben die Schüler durch das Ringen und Raufen mit einem Partner oder einer Partnerin die eigene körperliche Kraft und Geschicklichkeit sowie die des Gegners bewusster. Des Weiteren verbessern die Schüler ihre Körperbeherrschung und werden selbstbewusster. Beim Sport lernen Jugendliche ihren Körper besser kennen und können so einerseits ihre Stärken entfalten, aber andererseits auch lernen, mit ihren Schwächen umzugehen. Die dargebotenen Zieh- und Schiebekämpfe tragen dazu bei. Die Schüler stellen sich spielerisch im Kampf der Herausforderung, mit ihrem Gleichgewicht und der ihres Gegners zu spielen, wobei als oberstes Gebot die Einhaltung vorher festgelegter Regeln gilt. Eine wichtige Regel dabei ist, dass kein Sportler einen anderen verletzen darf. Untersuchungen zeigen, dass die Verletzungshäufigkeit beim Raufen und Ringen viel geringer als bei anderen beliebten Sportarten wie z.B. den Ballsportarten ist. An diesem Nachmittag begeisterten die Teilnehmer der AG ihre Mitschüler und Lehrer mit einzelnen Aufwärmübungen, Spiele mit Körperkontakt, Liegestützen und Doppelgriffen im Kreis, um den Teamgeist der Gruppe zu stärken. Durch die sehr lebendige Veranstaltung wurde bei vielen zuschauenden Schülern die Neugier geweckt, sich diesen Herausforderungen im neuen Schuljahr auch stellen zu wollen.